: Streß am Computer
Frauen, die mit Computern und Bildschirmen arbeiten, klagen häufiger über Menstruationsschwierigkeiten als Kolleginnen an anderen Arbeitsplätzen. Dies fand die britische Beschäftigungspsychologin Rosalind Bramwell von der Universität Manchester nach Befragung von 4.000 Angestellten im Finanzministerium heraus. Alle Befragten nannten dieselben Ursachen für den Streß: die Forderung, Beruf und häusliche Arbeit in Einklang zu bringen, Überbeanspruchung und Depression. Im Falle der Bildschirmarbeiter im Alter von 16 bis 35 resultierte das aber in Depressionsschüben und phsychischen Symptomen von Angstzuständen, die wesentlich schlimmer waren als die von Mitarbeitern, die keine Bildschirmarbeit verrichteten. Offenbar als Folge davon litten Frauen, die an Computern arbeiten, stärker unter Menstruationsproblemen, einschließlich totalem Ausbleiben der Periode sowie Krämpfen, Gewichtszunahme und Reizbarkeit. Weiterhin hätten Bildschirmarbeiter einen deutlich höheren Zigaretten- und Alkoholkonsum, möglicherweise um Streß zu mildern.
dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen