■ Streit um flexible Arbeitszeiten: Gemischte Reaktionen auf Rexrodts Idee
Berlin (dpa/taz) – Empörung und Zustimmung zugleich erntete Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt (FDP) für seinen Vorschlag, die Arbeitszeiten künftig auf Betriebsebene frei auszuhandeln und nicht mehr tarifvertraglich zu vereinbaren. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Tyll Necker, stellte sich gestern hinter Rexrodts Anregung. Damit könne man sowohl den Bedürfnissen der Betriebe als auch den Wünschen der Arbeitnehmer „sehr viel mehr gerecht werden“, sagte er dem Saarländischen Rundfunk. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) bewertete Rexrodts Vorschlag dagegen als „unerhörten Angriff auf die Tarifautonomie“. Die Behauptung Rexrodts sei „lächerlich“, daß damit Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen würden, meinte DGB-Vorstandsmitglied Michael Geuenich.
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