: Streit um Massaker
Burundis Armee bekennt sich zum Tod von 173 Zivilisten während eines Angriffs auf Rebellen am 9. September
BUJUMBURA afp/taz ■ Die Armee in Burundi hat zugegeben, dass sie für ein Massaker an 173 Zivilisten in der Provinz Gitega am 9. September verantwortlich war. „173 Menschen sind unter den Kugeln der Armee gefallen“, sagte Armeesprecher Augustin Nzabampema. Das Massaker war erst in dieser Woche bekannt geworden. Zunächst war unklar gewesen, ob Soldaten oder die Hutu-Rebellen es verübt hatten. Die Armee machte trotz ihres Bekenntnisses die Rebellen dafür verantwortlich, dass es überhaupt zu dem Massaker kam. „Die Rebellen tragen die volle und alleinige Verantwortung“, so Nzabampema. „Aus Komplizenschaft oder weil sie von der FDD als Geisel genommen wurden, fielen die Zivilisten im Laufe von Kampfhandlungen Kugeln der Armee zum Opfer. Die Armee wartete drei Tage, bevor sie mit ihrer Offensive begann, und die Zivilisten hatten Zeit, Zuflucht beim Militär zu suchen.“ D. J.
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