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Streit um Fusion von Daimler und MBB

Frankfurt (ap) - Die geplante Fusion von Daimler-Benz mit dem Rüstungs- und Raumfahrtkonzern Messerschmitt-Bölkow -Blohm ist in der Bonner Regierungskoalition weiter heftig umstritten. Der Bundeskongreß der Mittelstandvereinigung der CDU/CSU hat davor gewarnt, mit einer Genehmigung der Fusion die soziale Marktwirtschaft aufs Spiel zu setzen. Der baden -württembergische Ministerpräsident Lothar Späth forderte dagegen eine schnelle Genehmigung des Zusammenschlusses, den die Bundesregierung selbst gewollt habe. Auch die CSU verteidigte die Fusion, während der rheinland-pfälzische FDP -Landesvorsitzende Rainer Brüderle strenge Auflagen für den Firmenverbund forderte. Dabei sei vor allem das Rüstungsgeschäft zu beachten, damit nicht ein einziger Konzern monopolistischer Partner des Staates sei, sagte Brüderle.

Edzard Reuter, der Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, drohte für den Fall eines Platzens der Fusion oder aber strenger Auflagen erneut mit einem Ausweichen seines Konzerns ins Ausland. Der Daimler-Chef zeigte sich zuversichtlich, daß Bundeswirtschaftsminister Haussmann die Fusion erlauben werde: „Ganz einfach aus dem Grunde, daß bisher niemand eine auch nur annähernd überzeugende Alternative zu bieten hat.“

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