■ Streik der Bergarbeiter in Polen: Nach fünf Tagen geht das Licht aus
Warschau (dpa) – Ein Streik im polnischen Braunkohlebergbau hat gestern zu ersten Engpässen in der Energieversorgung geführt. Die zuständigen Behörden kündigten Einschränkungen der Stromversorgung für die Industrie und möglicherweise auch für Privathaushalte an. Mit dem seit fünf Tagen andauernden Streik in allen vier Braunkohlegruben wollen die Bergarbeiter die Umstrukturierungspläne der Regierung in der Braunkohlebranche kippen. Unter dem Druck der Gewerkschaften hat Industrieminister Marek Pol zunächst den Plan der Regierung aufgegeben, die vier Zechen und die von ihnen belieferten Elektrizitätswerke in drei Holdings umzuwandeln, was aber der Gewerkschaft Solidarność nicht reicht. Gestern kündigten die Gewerkschaften in den Steinkohlegruben von Katowice an, sie wollten sich dem Ausstand anschließen.
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