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Straße wird Sackgasse

■ Lindenstraße wird für Kfz gesperrt

Im Konflikt um die von Anwohnern eines Marzahner Flüchtlingswohnheims geforderte Sperrung einer Zufahrtsstraße für den Kfz- Verkehr zeichnet sich eine Lösung ab: Wie die Sozialverwaltung gestern mitteilte, hätten in den vergangenen Tagen Gespräche stattgefunden, an der die Verwaltung selbst, Vertreter des Bezirksamts Marzahn, der Bezirksverordnetenversammlung, der Heimleitung und der Anwohner beteiligt waren. In „vollständigem“ Einvernehmen begrüßte die Sozialverwaltung die Marzahner Entscheidung, die bisher offene Lindenstraße zum Asylbewerberheim zu einer Sackgasse umzugestalten. An eine „totale Sperrung für Fußgänger und Radfahrer“ sei nie gedacht gewesen, heißt es in einer Presseerklärung. Der Kfz-Verkehr soll über eine „Erschließungsstraße“ abgewickelt, die Bewohner des Heimes dazu angeregt werden, auch die Fußgängerstreifen neben dieser neuen Straße zu benutzen. Ebenfalls sollen sie auf „Regeln“ hingewiesen werden, die einen „vernünftigen Umgang“ mit der Nachbarschaft ermöglichen.

Hintergrund des Konflikts waren massive Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigung und Autoreparaturen. Bezirksbürgermeister Andreas Röhl (SPD) erteilte einen Prüfauftrag auf eine Umwandlung der Straße in eine Sackgasse. Der Fall löste heftige öffentliche Reaktionen aus, der ausländerpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus forderte die Ablösung des Bürgermeisters wegen „Apartheidverhältnissen“. taz