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Störfall in russischem Atomkraftwerk

Moskau (ap) — In der russischen Atomanlage Balakow an der Wolga brach gestern nach einem Kurzschluß ein Feuer aus, zwei andere Werke mußten ihre Leistung verringern, weil sie internationalen Sicherheitsmaßstäben nicht genügen.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur 'Itar-Tass‘ löste der Störfall im Werk Balakow in der Nacht zum Mittwoch eine automatische Schnellabschaltung des dritten Reaktorblocks der Anlage aus. Das Feuer wurde den Angaben zufolge vom Personal und der herbeigerufenen Feuerwehr in 40 Minuten gelöscht. Strahlenmeßgeräte hätten innerhalb und außerhalb des Kraftwerks „normale“ Werte registriert, sagte ein Sprecher des russischen Atomenergieministeriums. Der Kurzschluß entstand laut 'Itar-Tass‘ in einer elektrischen Einheit zur Eigenversorgung des in der Nähe der Stadt Saratow gelegenen Kraftwerks. Daraufhin schalteten sich die Versorgungseinrichtung und eine Hauptpumpe ab, was wiederum um 1.08 Uhr Ortszeit die Schnellabschaltung auslöste.

Der Zwischenfall sei nach ersten Ermittlungen auf der untersten Stufe der internationalen Skala für die Bewertung von Nuklearstörfällen eingeordnet worden, erklärte das Ministerium. Dies bedeute, daß die Sicherheit der Anlage nicht beeinträchtigt worden sei.

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