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Stalins Pädagogik

■ Streitgespräch mit Wissenschaftlern aus der DDR heute im DKP-Bezirksbüro / Selbstkritische Reflektion angesagt

„Welche Wirkungen hat der Stalinismus auf Vorstellungen und Praxis in der Pädagogik heute?“ Dieser Frage wollen heute abend in einem Streitgespräch zwei Pädagogen aus der DDR zusammen mit „PionierleiterInnen der DKP-Kinderorganisation „Junge Pioniere“ und dem marxistischen Bremer Behindertenpdagogen Wolfgang Jantzen nachgehen. Ekkehard Sauermann von der Forschungsgruppe kommunistische Erziehung DDR und Prof. Scholz vom Institut für Erziehung der DDR wollen dabei selbstkritisch pädagogische Programme ihres Landes vorstellen und reflektieren.

Wie „kommunistische Erziehung“ im Pionier-Kollektiv bei Beachtung von demokratischer Selbstorganisation und persönlicher Selbstentfaltung in der Praxis aussehen kann, soll erörtert

werden. Schließlich stehen in den „Pionierorganisationen“ nicht nur der sozialistischen Länder Prinzipien kollektiver Unterordnung hoch im Kurs. „Der eine Kamerad muß es verstehen, sich dem anderen unterzuordnen. Andererseits muß ein Kamerad auch verstehen, dem anderen zu befehlen, das heißt ihm einen Auftrag zu erteilen und von ihm die Erfüllung bestimmter Funktionen und die Übernahme einer Verantwortung zu fordern. Man ordnet sich hier nicht dem Reichtum oder der Macht unter, sondern es handelt sich um eine Unterordnung von gleichberechtigten Mitgliedern des Kollektivs“, hatte Ekkehard Sauermann den stalinistischen Pädagogen Makarenko zitiert.

Ase

Veranstaltung heute um 19:30 Uhr im DKP-Bezirksbüro, Contrescarpe 8c

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