: Sprengkopf-Zählung strittig
Colin Powell kann in Moskau Streit um ABM-Vertrag und Abrüstung nicht beenden
MOSKAU ap ■ US-Außenminister Colin Powell hat bei seinem Besuch in Moskau die Streitpunkte zwischen russischer und US-amerikanischer Regierung nicht beilegen können. Er konnte nach seinem Gespräch mit Russlands Präsident Putin und Außenminister Igor Iwanow keine Erfolge bei den Themen Raketenabwehr und Reduzierung der Atomsprengköpfe vermelden. Beide Seiten sind sich nicht einig, ob die Reduzierung in Form eines Vertrags festgehalten werden soll, wie von Russland gefordert. Bush bevorzugt dagegen ein weniger formales Dokument. Er und Iwanow sagten jedoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz, beide Seiten hätten sich in der Frage der Abrüstung einem Abkommen genähert.
Unverändert bleiben auch die Differenzen beim ABM-Vertrag. Die USA haben gehofft, diesen rechtzeitig verändern zu können, um im Frühjahr den Bau eines Kommandozentrums für Raketenabwehrtests zu beginnen.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen