: Sprayer-Tod
Potsdam. Nach Angaben des Potsdamer Staatsanwaltes Leinhos sind die Ermittlungen über den Tod von zwei Jugendlichen in der Nacht zum 8. November fast abgeschlossen. Die beiden 17jährigen seien nach den vorläufigen Obduktionsergebnissen während einer Sprayer-Aktion von der fahrenden S-Bahn abgestürzt. Ihre Leichen wurden mit „typischen Fallverletzungen“ zwischen den S-Bahn-Stationen Wildau und Königs Wusterhausen gefunden. Unweit der Körper fand die Polizei eine – allerdings unangebrochene – Spraydose. Der Tod dieser beiden Jugendlichen hatte in der Flüchtlingszene für erhebliche Aufregung gesorgt. Denn vermutet wurde, daß die beiden Toten Ausländer gewesen seien und eventuell aus dem Zug gestoßen wurden. Dem ist allerdings nicht so, die Identität der Toten stehe, so Leinhos, eindeutig fest. Gestorben sind Mario S. und Mario A., beide Deutsche mit Wohnsitz in Wildau.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen