■ Spionage: Physiker verhaftet
Karlsruhe (AP) – Ein 38jähriger Diplomphysiker aus Bonn ist am Mittwoch wegen des Verdachts verhaftet worden, sechs Jahre lang wissenschaftliche Erkenntnisse an die Stasi geliefert zu haben. Wie die Bundesanwaltschaft gestern mitteilte, wird dem Beschuldigte Walter L. vorgeworfen, von 1983 bis 1989 Material aus der Forschung weitergegeben zu haben, dessen Qualität vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR als „sehr gut“ beurteilt worden sei. Zuletzt arbeitete der Mann den Angaben zufolge auf den Gebieten Nuklearphysik und Lasertechnologie. Er war als Student etwa 1980 angeworben worden.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen