Spiegel Online trennt sich von Ehrensenf: Schluss mit extra scharf

Seit dem 1. Oktober läuft das Internet-TV-Format Ehrensenf nicht mehr auf Spiegel Online. Es sei Zeit für etwas Neues, so Chefredakteur Rüdiger Ditz.

Gibt gerne seinen Senf dazu: Die Sendung Ehrensenf. Bild: screenshot: www.ehrensenf.de

30.000 Internetnutzer schauen täglich die Kultsendung Ehrensenf. In dem satirischen Nachrichtenmagazin werden viereinhalb Minuten lang wichtige und unwichtige Fakten und Fundstücke aus dem Internet präsentiert. Nun ist die Ära Ehrensenf vorbei - zumindest auf Spiegel Online. Am 1. Oktober wurde in der Sendung die Trennung bekanntgegeben.

Ehrensenf sei ein innovatives Format und habe sich für ein Online-Phänomen sehr lange gehalten, so Spiegel Online-Chefredakteur Rüdiger Ditz. Nun habe sich aber die Frage gestellt, ob sich "das Format nicht überlebt hat". Mit den Abrufzahlen habe das alles nichts zu tun, äußert sich Ditz weiter. Es sei einfach an der Zeit, sich etwas Neues zu überlegen.

Die erste Ehrensenf-Sendung wurde am 1. November 2005 gezeigt und erlangte binnen kurzer Zeit Kultstatus. Seit dem 5. Mai 2006 hostete das Nachrichtenportal Spiegel Online das Internet-TV-Format. In den USA entstand bereits im Oktober 2004 die Sendung Rocketboom, welche Ehrensenf als Vorbild diente.

An alle Fans: Das Format läuft trotzdem auf der eigenen Website weiter.

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