piwik no script img

Speer bestreitet Kontakte zu Politikern

Der mutmaßliche „Pate von Berlin“, Klaus Speer, hat gestern vor dem Landgericht die Hauptanklagepunkte energisch bestritten. Speer sagte vor der 19. Großen Strafkammer, daß die Zeugen der Anklage bei ihren Beschuldigungen gegen ihn gelogen hätten. Nachdrücklich wies er den Vorwurf zurück, er habe Schulden gewaltsam eingetrieben, und bestritt, enge Kontakte zu Politikern zu unterhalten. Der ehemalige Boxpromoter muß sich unter anderem wegen Erpressung, illegalen Glückspiels, Wuchers, Betrugs und Körperverletzung verantworten. Ihm drohen zehn bis fünfzehn Jahre Haft. Mit Speer ist in dem Prozeß erstmals einer der insgesamt fünf Beschuldigten zur Sache vernommen worden. Der 48jährige Immobilienkaufmann bestätigte bloß, illegal Waffen besessen und einen Polizeibeamten bestochen zu haben.