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■ SpanienGiftöl-Opfer

Madrid (dpa) - Mitten in Madrid und genau vor den Türen der Parteizentrale der regierenden spanischen Sozialisten (PSOE) protestieren Opfer des spanischen Giftöl-Skandals und deren Angehörige seit einer Woche dagegen, daß sie noch immer keine Entschädigung erhalten haben. Die Sozialisten weigern sich, die Vertreter der rund 25.000 Giftöl-Opfer zu empfangen. Den Giftöl-Opfern war von den Gerichten eine Entschädigung von rund 540 Milliarden Peseten (heute 760 Millionen Mark) zugesprochen worden, die von den Ölpanschern oder ersatzweise vom spanischen Staat zu zahlen seien. Die Regierung verweigert die Zahlungen, solange nicht ein Gerichtsurteil im laufenden Verfahren vorliegt. An dem vergällten Industrie-Rapsöl, das als Olivenöl verkauft wurde, sind seit 1981 mindestens 330 Menschen gestorben.

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