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Sozis für Schröder

■ CDU kritisiert „Votum für Rot-Grün“

Auf Kritik beim Koalitionspartner CDU stieß das mehrheitliche Votum der Berliner SPD-Mitglieder für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder. CDU-Generalsekretär Dieter Ernst erklärte gestern, dies sei eine Entscheidung für das rot-grüne Modell von gestern. „Die Führung der SPD schielt eindeutig in Richtung Rot-Grün“, kritisierte Ernst SPD-Fraktions- und Parteichef Ditmar Staffelt, der am Sonntag ebenfalls für Schröder gestimmt hatte.

Schröder erhielt nach offiziellen SPD-Zahlen knapp 40 Prozent der Stimmen bei der parteiinternen Mitgliederbefragung. Auf die hessische Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczorek-Zeul entfielen 33 Prozent, der rheinland- pfälzische Ministerpräsident Rudolf Scharping verbuchte 27 Prozent der Stimmen. Von den rund 25.000 Berliner Sozialdemokraten stimmten gut 9.000 ab, was einer Beteiligung von 36 Prozent entspricht.

Die Wahlbeteiligung lag in den östlichen Kreisen deutlich höher als im Westen (Ost: 63 Prozent, West: 33 Prozent). Allerdings gibt es dort deutlich weniger SPD-Mitglieder (Ost: 2.500, West: 22.500). In beiden Teilen der Stadt liegt Schröder klar auf Platz eins (Ost und West je 40 Prozent). Wegen der geringeren Mitgliederzahl in Ostberlin schlägt das Ergebnis aber in der Rangfolge nicht beim Gesamtresultat durch. taz/dpa

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