Sonderzug VON MÜNCHEN NACH BERLIN: Senat hofft auf viele Helferinnen und Helfer
Foto: Christian Mang
Das hatte es noch nie gegeben: Am Sonntagmorgen reservierte die Deutsche Bahn einen ganzen ICE für Flüchtlinge, die regulären Fahrgäste mussten auf andere Verbindungen umsteigen. Rund 700 Menschen machten sich also aus München auf den Weg nach Berlin-Schönefeld, wo sie zu gleichen Teilen auf Notunterkünfte in Brandenburg und Berlin verteilt werden sollten. In Erwartung des Zuges twitterte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Nachmittag schon mal vorbeugend um Hilfe: „Vielen Dank bereits im Voraus an alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer und Helferinnen, die bei der Ankunft und in den Unterkünften mithelfen“. Zeitgleich zur planmäßigen ICE-Ankunft um 17.30 Uhr verkündete Innenminister de Maizière die Schließung der Grenze zu Österreich – und damit die Aussetzung des Schengen-Abkommens. Das allerdings hat es schon gegeben: zuletzt während des G-7-Gipfels in Bayern.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen