: Sommersmog in den Städten: „Die Zufahrt sperren!“
■ Kölner Regierungspräsident Antwerpes über Töpfers Vorstoß
Berlin (taz) — Bundesumweltminister Klaus Töpfer hat mit seinem Vorstoß für autofreie Stadtzentren bei Sommersmog in ein Wespennest gestochen: Der ADAC und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels verteidigten gestern das Recht der Deutschen, beim Arbeiten und Einkaufen mit qualmendem Auspuff bis vor die Tür zu fahren. Kölns Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes dagegen nannte in einem taz-Interview die von Töpfer angekündigte Rechtsverordnung längst „überfällig“. Kölner Kinder hätten nach einer Studie „im Schnitt 70 Prozent mehr krebserzeugendes Benzol im Blut“ als Kinder aus dem unbelasteten westfälischen Landkreis Borken. Die Sperrung der Innenstädte ist für Antwerpes kein Problem: Die wenigen Zufahrtstraßen der meisten Stadtzentren „kann man ganz einfach mit Baaken und Straßensperren dichtmachen“. Dem ADAC empfahl er, „sich mehr auf den Pannendienst zu konzentrieren“. INTERVIEW SEITE 4
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen