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Söder auf der Flucht

Bayernfürst beleidigt Südstaatler in den USA

Fahndungsfoto: dpa

Eine überraschende Wendung nahm am Dienstag der Fall Söder. Statt von einer mehrtägigen Dienstreise aus den USA zurückzukehren, hat sich der bayerische Ministerpräsident offenbar abgesetzt. Markus Söder befand sich nicht an Bord der Maschine aus Atlanta, die am späten Abend auf dem Münchner Flughafen landete. Wie gewöhnlich gut unterrichtete Kreise in der Bayerischen Staatskanzlei berichteten, habe Söder zuvor auf seiner Dienstreise durch die Südstaaten unter dem Hashtag „#Söderisst das nicht“ die spezielle Küche in Texas und South Carolina beleidigt. Die ortsüblichen fleischträchtigen Barbecues bezeichnete Söder als „Schweinefraß“, was insofern erstaunlich ist, da Söder sich sonst sehr bratwurst- und döneraffin gibt. Nach dem Eklat wurde Söder als Ausländer, der amerikanische Sitten in den Schmutz gezogen hat, sofort auf die Fahndungsliste der Abschiebetruppe ICE gesetzt, woraufhin er die Flucht ergriff. Derzeit ist sein Aufenthaltsort nicht bekannt, er soll mit einem weißen Auto der Marke BMW abgängig sein. Kanzler Merz zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erschüttert und forderte den Flüchtigen auf, sich den Behörden zu stellen.

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