: So machen es die Spanier
MADRID taz ■ Die beiden großen spanischen Pay-TV-Anbieter Canal Satelite Digital und Vía Digital haben ihre Fusion beschlossen. Die so entstandene neue Plattform wird künftig 2,5 Millionen Haushalte per Satellitenschüssel beliefern. Die Einnahmen der beiden belaufen sich auf 1,3 Milliarden Euro. Die neue Plattform ist künftig der einzige Anbieter für Pay-TV auf dem spanischen Markt. Der Dritte im Bund, Quiero-TV, hat vor wenigen Wochen Konkurs angemeldet. Bei der neuen Plattform wird die Eigentümerin von Canal Satelite Digital, Sogecable, und damit der Medienkonzern Prisa das Sagen haben. Zu Prisa gehört auch Spaniens größte Tageszeitung El País und das zweitwichtigste Radio, Cadena SER. Hauptaktionär bei Via Digital ist die ehemalige staatliche Telefongesellschaft Spaniens, Telefónica. Im Fusionspaket befindet sich auch die spanischen Fußballrechte, die sich bisher die beiden Kanäle teilten, sowie eine Beteiligung bei der Telefónica-Tochter Admira, die Fernsehinhalte vermarktet und der unter anderem die holländische Programmfabrik Endemol gehört. Bereits vor Jahren hatte Prisa versucht, mit Telefónica einen Monopolbetrieb aufzubauen. Ein von der sozialistischen Regierung erarbeitetes Gesetz, das dies erlaubt hätte, scheiterte jedoch im Parlament. RW
Umverteilung gegen rechts
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