■ Skins: Überfall in Travemünde
Berlin (taz) – Skins haben in Travemünde einer jungen Frau mit Flaschenscherben das Gesicht zerschnitten. Nach einem Bericht der Lübecker Nachrichten sammelten sich auf einem Parkplatz rund 35 grölende und betrunkene Skins, denen zuvor vom Kapitän der „Baltic Star“ die Teilnahme an einer Ausflugsfahrt verweigert worden war. Sie deckten sich unter den Augen der Polizei, die die Gruppe ständig beobachtete, palettenweise mit Dosenbier ein und griffen dann drei Jugendliche an. Während sich die Polizisten um die Verletzten kümmerten, stürzten sich die Skins auf die Frau und einen Begleiter. Alle Skins wurden festgenommen – und wiederfreigelassen, weil unklar war, wer mit der Flasche zugeschlagen hatte.
Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen