: Skinhead: 18 Monate Jugendstrafe
Berlin. Ein angeblicher Fußball- Fan aus Hellersdorf wurde jetzt wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Raubs und Sachbeschädigung zu 18 Monaten Jugendstrafe ohne Bewährung verurteilt. Der Prozeß fand vor dem Schöffengericht in Moabit in nichtöffentlicher Verhandlung statt, da der Angeklagte zur Tatzeit erst 17 Jahre alt war. Der Angeklagte hatte im März 1991 in Rostock an Ausschreitungen am Rande des Oberligaspiels FC Hansa Rostock-FC Berlin mitgewirkt. Außerdem traktierte er einen am Boden Liegenden, den er für einen Linken hielt, mit Fußtritten. Auf sein Konto kamen darüber hinaus ein Raubüberfall auf vietnamesische Zigarettenhändler und eine Sachbeschädigung in einem U-Bahn- Zug.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen