: Selbstverwaltung
■ Paragraph 218 mal anders
Berlin (taz) — Operation in der Hauptstadt: Am Samstag ist in Berlin-Tiergarten die Abtreibung einer Selbstverwaltung eingeleitet worden. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, daß es sich um einen Traditionsbetrieb aus dem alten Berliner Zeitungsviertel handelt. Bisher ohne Beispiel ist, daß der Eingriff 168 Monate nach der Empfängnis vorgenommen wird. Der Sprecher der Bayrischen Bischofskonferenz billigt ausdrücklich das Vorhaben: „Klarer Fall von sozialer Indikation. Ungewöhnliche Probleme verlangen ungewöhnliche Lösungen. Gott mit Euch — Ihr habt's nötig!“ Der Ort des Geschehens hätte passender nicht gewählt werden können. Es handelt sich um einen Kellerraum der sogenannten „schwangeren Auster“ am Ufer der Spree. Einige der über hundert zugelassenen BeobachterInnen zeigten sich tief betroffen: „Was sich hier abspielt geht mir echt nah!“kai
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen