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Schwulenforschung

■ Homosexualität durch Hirnstruktur festgelegt?

Washington (AFP) — Wissenschaftler haben angeblich einen weiteren anatomischen Unterschied zwischen den Gehirnstrukturen homo- und heterosexueller Männer entdeckt. Nach einer Studie der Forscher Laura Allen und Roger Gorski, die am Samstag in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht werden sollte, ist die vordere Kommissur (ein Nervenstrang, der die rechte und linke Hirnhälfte verbindet) bei Homosexuellen um 34 Prozent dicker als bei Heterosexuellen. Dieses Forschungsergebnis stützt die These, daß die sexuelle Orientierung biologisch festgelegt sein könnte — entweder „vor oder kurz nach der Geburt“, wie Allen vorab erläuterte.

Laura Allen und Roger Gorski haben im Rahmen ihrer Forschungsarbeit an der Universität von Kalifornien die Kommissuren in Gewebeproben untersucht, die bei Autopsien von 34 homosexuellen und 75 heterosexuellen Männern entnommen wurden. Die genaue Funktion der vorderen Kommissur ist noch unbekannt, wie Gorski am Freitag erläuterte. Allen wies darauf hin, Frauen seien nicht berücksichtigt worden, weil Homosexualität hier nicht in den Krankheitsberichten erwähnt werde. Ein weiterer Schwachpunkt der Arbeit sei, wie Allen einräumte, der Einfluß des Aids- Virus: 24 der untersuchten Homosexuellen waren an der Immunschwächekrankheit gestorben, die auch ihr Hirngewebe verändert haben könnte. Bereits vor kurzem hatten Forscher am Salk Institute for Biological Studies in San Diego (Kalifornien) entdeckt, daß der Umfang eines anderen Gehirnteils bei Homosexuellen kleiner sei als bei Heterosexuellen.

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