: Schwer auf Beton
Tschechischer Cocktail beeinträchtigt Wahrheit
Die Wahrheit ist berühmt dafür, weite Bögen zwischen Themen schlagen zu können, die eigentlich nicht zusammengehören, sie mit historischen Bezügen aus Literatur, Musik und Popkultur anzureichern und zu mischen, um schließlich einen komischen gesellschaftlich oder politisch relevanten Bezug herzustellen. Manchmal machen wir es uns aber auch ganz einfach und saugen uns etwas auf Zuruf aus den Fingern. Das sogenannte Dreiwortspiel. Dann fragen wir ins Wahrheit-Rund. Wie hier und jetzt: „Drei abseitige Wörter als Anregung, bitte!“ Antwort: „Tschechien, Hochprozentiges und Beton.“ Das ist leicht! Lasen wir doch vor einiger Zeit, dass ein Dieb in Tschechien einen Heiligenschädel gestohlen hatte und ihn in Beton goss, um ihn verschwinden zu lassen. Und was hat das mit Becherovka zu tun? Nein, er hatte sich seinen genialen Plan nicht beim Genuss des Kräuterbitter aus Karlsbad ausgedacht. Aber der in Tschechien beliebte Cocktail mit Becherovka und Tonic Water heißt „Beton“. Und schmeckt auch so, hören wir die Spötter. An dieser Stelle brechen wir das Dreiwortexperiment lieber ab, denn gewiefte Leser ahnen es bereits: Mit „Beton“ intus schreibt es sich nicht so leicht. Hicks!
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