: Schurken und Drachen
Würzburg (dpa) — Weil sie ihren Universitätskanzler in einer Glosse „Schurkereien“ vorwarfen und seine Ehefrau als „Hausdrachen“ bezeichneten, hatten vier Redakteure einer Studentenzeitung in Würzburg das Nachsehen. Wegen Beleidigung wurden sie am Donnerstag vom Würzburger Landgericht für schuldig gesprochen. In einem satirischen Artikel hatten sie die Dienstreisen ihres inzwischen pensionierten Kanzlers scharf kritisiert. In der Verhandlung rechtfertigten sie sich: den Kanzler und seine Frau wollten sie nicht beleidigen, die Ausdrücke „Schurkereien“ und „Hausdrachen“ seien ohnehin „antiquiert“.
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