: Schulte und die mauligen Massen
DGB-Chef Schulte betritt die Bühne. Pfeifkonzert, Sprechchöre: „Aufhören, aufhören!“
Schulte: „Das Maß ist voll, und zwar endgültig. Der 1. Mai ist ein Tag des Zornes und des Protestes.“
Tomaten fliegen.
„Die Risse laufen quer durch das Land.“
„Buh!“
„Die Spalter sitzen in Bonn und in den Zentralen der Arbeitgeberverbände.“
„Aufhören!“
„Die Bonner Koalition setzt auf kalten Egoismus.“
Zwei Tomaten fliegen.
„Henkel und Stiehl greifen in die Mottenkiste des Klassenkampfes.“
„Heuchler!“
„Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hat Bedeutung für alle.“
Polizisten mit Helm stürmen in die Menge und überrennen einen Kinderwagen.
„Unsere Kinder werden uns fragen: Wie seid ihr mit dem Erbe eurer Eltern umgegangen?“
Spärlicher Beifall.
„Wir haben die Hand ausgestreckt, wenn die anderen das jetzt aufkündigen, werden sie die geballte Faust zu spüren bekommen.“
Stärkerer Beifall.
„Sollte es die Berliner Arbeiterbewegung sein, die das Signal für Arbeit und soziale Gerechtigkeit gibt, daß den Bonnern die Ohren dröhnen?“
Großer Beifall, großes Pfeifkonzert, viele Buhs. usche
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