Schlägerei im ukrainischen Parlament: Russisch? Ich hau dir auf die ...
Der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch schlägt im Parlament vor, Russisch als zweite Amtssprache einzuführen. Danach folgen mehr Taten als Worte.
KIEW afp | Zum wiederholten Mal ist eine Parlamentsdebatte in der Ukraine in eine wüste Schlägerei ausgeartet: An den Handgreiflichkeiten, bei denen mindestens ein Parlamentarier krankenhausreif geschlagen wurde, beteiligten sich am späten Donnerstagabend mindestens ein Dutzend Abgeordnete.
Einer von ihnen griff den Parlamentspräsidenten an, ein Volksvertreter wurde in den Schwitzkasten genommen, und etwa zehn Parlamentarier schlugen aufeinander ein.
Auslöser für die Gewalt war ein Vorschlag des ukrainischen Staatschefs Viktor Janukowitsch, Russisch als zweite Amtssprache einzuführen. In der früheren Sowjetrepublik gibt es einen großen russischsprachigen Bevölkerungsanteil. Die westlich orientierte Opposition lehnt Janukowitschs Vorschlag jedoch strikt ab.
Schlägereien und andere Handgreiflichkeiten hatte es im ukrainischen Parlament in der Vergangenheit bereits mehrfach gegeben. Besonders bekannt wurde eine Auseinandersetzung im Jahr 2010, bei der sich zahlreiche Abgeordnete mit Eiern bewarfen.
Siehe zu diesem Thema auch die Bildergalerie auf taz.de.
Nur noch 430 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert