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Scheich in der Tasche

Die No-Sports-Rubrik sagt: No Religion!

Wir von der Wahrheit verstehen ja alles. Sogar religiöse Anwandlungen, wie sie im Fußball durchaus Gäng und Gabe sind. So spricht man gar landläufig von dem „Papst in der Tasche“, wenn ein Team besonders glücksbeduselt spielt wie zum Beispiel einst der ruhmreiche FC Bayern, oder man ruft den Fußballgott an, weil einen das Schicksal auf dem Platz, der die Welt bedeutet, wieder einmal gar arg gebeutelt hat. Auch echte Erscheinungen besagten Fußballgotts wie einstmals in der Person Lukas Podolskis begrüßen wir. Aber mit den neuen Anwandlungen, mit denen keine extrem rechte Partei rechnen kann, können wir nicht copen, wie man neudeutsch sagt: „Ein Gebetskreis sorgt nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft für Aufmerksamkeit. Nationalspieler Jonathan Tah will auch künftig mit anderen Profis beten. Es gehe um mehr als Fußball“, frohlockt die KNA. Aber auch der epd weiß zu schocken: „300.000 junge Menschen wollen Messdiener sein“ hieß es am heiligen Donnerstag in der Welt der strangen Nachrichten. Von wegen alle tragen bald Kopftuch und suchen auf dem Boden nach Mekka! Die wahre Gefahr heißt Tah! Und die Bibeljünger des jüngsten Fußballgerichts! Religion, die Nachspielzeit fürs Volk! Da lieber eine Trinkpause mit Prozenten!

Wer diese wohl nicht mehr braucht, sind die Propheten der dpa: „DFB-Gegner Elfenbeinküste: Diamant Diomande überstrahlt alle“. Da wollen wir nicht hinter dem Bergmann halten, welch mies lotterhaftes Gebaren das ist! Nehmt dies, Christoph Lother, Jan Mies und Klaus Bergmann!

Das ist das Elend, in Deutschland gefangen zu sein als Deutscher. Katari müsste man sein! Sand, Meer und Kohle ohne Ende! Und der Staat ist auf deiner Seite! Mein Gott, den Kataris muss wirklich die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen! Wie wir darauf kommen? „Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP ließ der Emir von Katar mehrere tausend Fans nach Vancouver einfliegen, wo heute (Ortszeit) das zweite WM-Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada stattfindet.“ Wer’s hat, der hat’s! „Die Flüge habe Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani gechartert. Demnach sei eigens ein Staatsfonds zur Finanzierung der Fanreisen aufgelegt worden. Dieser bezahle Flüge, Hotels, Transportkosten vor Ort und andere Ausgaben.“ Wir konvertieren!

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