: Sambias Wirtschaftsblüten verdorren
■ Erhofftes Wirtschaftswachstum fällt der Dürre zum Opfer/ Hoffen auf Gläubiger
Lusaka (ips) — Die Dürrekatastrophe im südlichen Afrika zwingt Sambia zu einer empfindlichen Korrektur seiner Wirtschaftsprognosen. Statt des ursprünglich für 1992 erwarteten Wirtschaftswachstums von zwei Prozent rechnet die Regierung jetzt angesichts massiver Dürreschäden in der Landwirtschaft mit einem neunprozentigen Rückgang, erklärte letzte Woche der stellvertretende Minister im Wirtschaftsbüro des Präsidenten, Dean Mungomba.
Damit ist das seit der Rückkehr zur Demokratie im Oktober 1991 eingeleitete Reformprogramm für die Wirtschaft akut gefährdet. Zwar rechnet Sambia dieses Jahr mit 300 Millionen Dollar Lebensmittel- und Dürrehilfe. Doch, so Mungomba, betragen die Außenstände allein gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 1,3 Milliarden Dollar. Der im letzten Jahr abgewählte Präsident Kenneth Kaunda war mit den Schuldenrückzahlungen in Verzug geraten. Insgesamt liegt die Auslandsschuld bei 6,5 Milliarden Dollar, weit mehr als das jährliche Bruttosozialprodukt. Unterstützung erhofft sich die Regierung nun von einem Treffen des Pariser Klubs der Gläubigerländer am 20. Juli.
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