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Säugling erstickt – angeblich aus Geldnot

Eine Mutter hat gestern vor dem Landgericht die Tötung ihres vierten Kindes gestanden. Die ledige Frau aus Hohenschönhausen sah eigenen Angaben nach wegen finanzieller Not keinen anderen Ausweg. Sie hatte das vier Tage alte Mädchen am 27. September 1994 mit einem Kissen erstickt. Seitdem fühle sie sich „wie ein Monster“, sagte die 29jährige. Sie habe das Kind geliebt und liebe es heute noch. Bereits während der Schwangerschaft habe sie mit dem „Gedanken gespielt“, das Baby umzubringen, sagte die wegen Totschlag angeklagte Frau am ersten Prozeßtag. Schon ihr drittes Kind hatte die Verkäuferin aus finanziellen Gründen zur Adoption freigegeben. „Grausam“ sei das gewesen. Von Bekannten und Verwandten sei keine Hilfe zu erwarten gewesen. Zu Ämtern habe sie sich nicht getraut. Die Mutter habe ihr nur Vorwürfe gemacht. Die Lehrerin solle gesagt haben: „Das Kind muß weg.“ Weil die Angeklagte nicht mehr krankenversichert war, brachte sie das Kind am 23. September ohne ärztliche Hilfe zur Welt. Als die 29jährige den Säugling vier Tage später erstickte, sei es ihr vorgekommen, als ob sie „danebengestanden“ wäre. Sie habe ein Kissen genommen, um dem Säugling „auf keinen Fall wehzutun“.dpa

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