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SPÖ und ÖVP einig

Wien (afp/ taz) — Nach zweieinhalbmonatigen Gesprächen sind gestern die Koalitionsverhandlungen zwischen Sozialdemokraten und Konservativen in Wien ohne große Überraschungen zuende gegangen. Erneut werden sie eine sozial-konservative Regierung unter Führung von Bundeskanzler Franz Vranitzky (SPÖ) bilden. Im Kabinett erhalten beide Parteien je sieben Ministerposten. Strittig war bei den Verhandlungen die Einrichtung eines Europa-Staatssekretariates, das die Integration in die EG koordinieren soll und damit die Befugnis des bisherigen konservativen Außenministers Alois Mock beschneidet. In dieser Frage setzte sich die SPÖ durch. Neu ist auch die Einführung eines „Kanzleramtsministers für Frauenfragen“ im Bundeskanzleramt. Die ÖVP, die bei den Wahlen am 7. Oktober um neun Prozent der Stimmen auf 32 Prozent (SPÖ: 43 Prozent) abgesackt war, hatte zwischenzeitlich eine Koalition mit der rechtsradikalen FPÖ erwogen, die sich um fast 7 Prozent auf 16,6 Prozent gesteigert hatte. dora

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