piwik no script img

SPECHT DER WOCHEArbeitsbedingungen in Werkstätten

Christian Specht, 48, ist politisch engagiert und sitzt im Vorstand der Berliner Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet. Wenn er es zulässt, zeigt die taz sein Bild.

Das Bild zeigt zwei Menschen, die am Tisch sitzen und mit Bohrmaschinen arbeiten. In einer Behindertenwerkstatt. In solchen Werkstätten kriegen Behinderte nicht mal den Mindestlohn. Denn sie sind nur in einem „arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnis“, nicht aber normale Arbeitnehmer. Ich selbst habe in einer Werkstatt gearbeitet. Aber weil ich zu wenig Geld bekommen habe, habe ich aufgehört. Ich bin dafür, dass Behinderte gerecht bezahlt werden. Jeder, der arbeitet, sollte davon leben können. Behinderte haben oft schwer Zugang zum normalen Arbeitsmarkt, da sind sie angewiesen auf solche Werkstätten. Leider trauen sich viele dort Beschäftigte nicht, mehr Geld zu fordern. Aus Angst, ihren Job zu verlieren. Deshalb mache ich mich dafür stark.

Protokoll Kathrin Müller-Lancé

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen