piwik no script img

SPD gegen Koalition mit PDS

■ Papier läßt offen, wie gegen PDS Wahlkampf geführt wird

Die SPD wird bei der Wahrnehmung von Regierungsverantwortung weder auf Bundes- noch auf Landesebene eine Koalition mit der PDS eingehen. Das haben die SPD-Landesgeschäftsführer der neuen Länder in einem Positionspapier „Zum selbstbewußten Umgang mit der PDS“ in Vorbereitung der Bundestagswahlen bekräftigt, das gestern in Berlin vorgestellt wurde.

Ziel der SPD ist es, der PDS möglichst wenige Wählerstimmen zu überlassen, wie der Berliner SPD-Landesgeschäftsführer Rudolf Hartung sagte. Nach Ansicht der Sozialdemokraten könnten allein Mandatserfolge der PDS in Ostdeutschland einen Regierungswechsel in Bonn verhindern.

Das Positionspapier läßt offen, in welcher Form offensiv gegen die PDS Wahlkampf geführt werden soll und wie bisherige PDS-Klientel für die SPD gewonnen werden kann. Hartung verwies lediglich auf sinkende Mitgliederzahlen in der PDS, ihre Überalterung und den „tristen Alltag in den Gliederungen der PDS“.

Die PDS kritisierte gestern in einer Antwort, daß die SPD eine inhaltliche Auseinandersetzung scheue. Ihr stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Gehrke bot den Sozialdemokraten trotzdem „Gesprächsbereitschaft“ an. ADN/taz

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen