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SPD-Stadtrat will zu Reps

■ Finanzstadtrat Kurt Siemsch hegt Wechselgedanken

Berlin. Der Wirtschaftsstadtrat von Prenzlauer Berg, Kurt Siemsch, will zu den rechtsextremen »Republikanern« übertreten. Der 61jährige SPD-Politiker erklärte gestern gegenüber der taz, er habe »Überlegungen in dieser Richtung« angestellt. Am vergangenen Samstag hatte der Landesvorsitzende der Reps, Werner Müller, den Übertritt eines SPD-Stadtrates noch in dieser Woche angekündigt. Siemsch bestätigte, Kontakt zum Vorsitzenden Müller zu haben. Zu seiner Motivation wollte sich Siemsch gestern nicht äußern: »Ich sage dazu erst etwas, wenn ich aus der SPD ausgetreten bin.« Siemsch ist seit Januar 1990 Mitglied der SPD. Zu den letzten BVV- Wahlen war er als Kandidat nicht mehr aufgestellt worden und scheidet nun aus dem Bezirksamt aus. Der Sozialstadtrat von Prenzlauer Berg, Reinhard Kraetzer (SPD), erklärte, Siemsch habe gestern seinen Austritt aus der SPD schriftlich bekanntgegeben. Kraetzer zeigte sich über Siemschs Wunsch, den Reps beizutreten, »entsetzt«. In der Vergangenheit habe er Äußerungen von Siemsch zu Ausländern und den ehemaligen Ostgebieten als »politische Haltung eines alten Mannes« betrachtet. Sein Schritt hin zu den Reps zeige jedoch, daß »da vieles tiefer liegt«. Der Geschäftsführer der Reps, Sven Thomas Frank, wollte dazu gestern nicht Stellung beziehen. sev

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