: SPD-Präsidium sieht seine Grenzen
Kiel (ap/taz) — Das SPD-Präsidium hat dem saarländischen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine für die Verhandlungen im Vermittlungsausschuß am Mittwoch in Bonn als Ziel vorgegeben, daß die Mehrwertsteuer nicht erhöht wird. Das sagte der Parteivorsitzende Björn Engholm am Montag nach einer Sitzung des SPD-Präsidiums in Kiel. Die Partei habe es allerdings „nicht in der Hand, wie sich andere im Lande entscheiden werden“.
Engholm wies darauf hin, daß der niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder in dieser Frage eine andere Meinung vertritt. Der brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe, der sich in der Steuerfrage auch nicht auf Parteilinie befindet, sagte, er trete in erster Linie dafür ein, „daß Brandenburg lebensfähig bleibt“. Die beste Lösung sei es, wenn der Solidarbeitrag für die neuen Bundesländer verlängert werde, „wenn nicht um fünf Jahre, so doch vielleicht um 18 Monate“. Auch Bremen hat Kompromißbereitschaft mit dem Bund in der Steuerfrage angekündigt.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 180 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen