■ SED-Treue: Minister im Zwielicht
Hamburg (ap)– Der thüringische Kultusminister Dieter Althaus (CDU) hat kurz vor der Wende in der DDR als Lehrer eine Prämie für „hervorragende Leistungen bei der kommunistischen Erziehung in der Pionierorganisation Ernst Thälmann“ angenommen. Einem am Samstag veröffentlichten Bericht des Spiegel zufolge, dürfte der Minister, der heute die Verantwortung für die Entlassung politisch vorbelasteter Lehrer in Thüringen trägt, „in seinem eigenen Bundesland kaum Lehrer werden“. 1985 soll Althaus einen 15jährigen Schüler so lange unter Druck gesetzt haben, bis dieser bereit gewesen sei, an einem Wehrausbildungslager teilzunehmen. Zudem habe er ihn vor versammelter Klasse als „staatsfeindliches Subjekt“ beschimpft. Die SPD-Fraktion hat den Minister am Wochenende aufgefordert, die Vorwürfe „schnellstens“ zu klären.
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