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Ryanair akzeptiert PilotengewerkschaftenBillig-Airline hat Angst vor Streiks

Die Piloten von Ryanair hatten vor Weihnachten mit Streik gedroht. Nun will die Airline ihre Gewerkschaften doch anerkennen und verhandeln.

afp | Nach der Ankündigung von Pilotenstreiks in der Vorweihnachtszeit in mehreren Ländern hat sich die irische Billigfluglinie Ryanair erstmals zur Anerkennung von Gewerkschaften bereit erklärt. Sie wolle mit Pilotengewerkschaften in mehreren Ländern sprechen und sie als Arbeitnehmervertretung anerkennen, teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Freitag mit. Er wolle „jegliche Sorge“ der Kunden ausräumen, es könne in der Weihnachtszeit zu Störungen durch Streiks kommen.

Ryanair-Piloten in Italien hatten für Freitag Streiks angekündigt, in Irland und in Portugal für den 20. Dezember. Auch in Deutschland hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, jedoch kein Datum genannt. Lediglich für die Zeit vom 23. bis 26. Dezember schloss die Gewerkschaft Arbeitsniederlegungen aus.

Die Piloten wollen Tarifverhandlungen erzwingen. VC warf der Billigairline „systematisches Sozialdumping“ vor. Fast alle andere Fluggesellschaften böten bessere Arbeitsbedingungen als Ryanair.

Unternehmenschef O'Leary hatte es stets abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter seiner Beschäftigten anzuerkennen. In der 30jährigen Unternehmensgeschichte gab es bislang keinen einzigen Streik. Allerdings musste Ryanair im September den Ausfall tausender Flüge bis März bekanntgeben – offiziell, weil das Unternehmen bei der Planung der Jahresurlaube der Piloten Fehler gemacht hatte, laut VC aber auch, weil viele Piloten das Unternehmen verlassen haben.

O'Leary bot den Piloten zunächst mehr Geld an und versprach eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Nun erklärte er sich zur Anerkennung von Gewerkschaften bereit – das sei eine „wichtige Änderung für Ryanair“. Allerdings müssten die Piloten innerhalb der Gewerkschaften Tarifkommissionen speziell für Ryanair bilden.

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