: Russen wollen mitfeiern
■ Soldaten wollen gemeinsam mit den Westalliierten verabschiedet werden
Wünsdorf (dpa/taz) – Der Oberkommandierende der russischen Streitkräfte in Deutschland, Generaloberst Matwej Burlakow, hat sich entschieden gegen eine Verabschiedung der russischen Soldaten in Weimar ausgesprochen. Die deutsche Seite hat für den 31. August einen Festakt mit Bundeskanzler Kohl und dem russischen Präsidenten Jelzin in Weimar und anschließend eine kurze Verabschiedung der Truppen in Berlin vorgeschlagen.
Burlakow äußerte die Hoffnung, daß die Entscheidung über Ort und Art der Zeremonie bei dem am kommenden Mittwoch beginnenden Besuch Jelzins in Bonn geändert werde. Der Chef der Westgruppe schlug eine gemeinsame Verabschiedung aller in Deutschland stationierten Truppen unmittelbar nach dem Treffen der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten und Rußlands Anfang Juli in Neapel vor. Bislang ist eine von den Russen getrennte Veranstaltung am 8. September in Berlin für die Westalliierten vorgesehen. „Wir liquidieren die Folgen des Zweiten Weltkriegs“, so Burlakow. „Es sollte eine gemeinsame Verabschiedung aller Armeen aus Deutschland geben.“ Er fügte hinzu: „Ich denke, daß die Amerikaner, Franzosen und Engländer damit einverstanden wären.“
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen