piwik no script img

Rumänen protestieren

■ Gefängnis-Schornstein in Uelzen besetzt

Aus Protest gegen ihre bevorstehende Abschiebung haben am Montag vormittag drei rumänische Asylbewerber den Schornstein der Justizvollzugsanstalt Uelzen erklommen. Sie fordern nach ersten Angaben des niedersächsischen Justizministeriums ein Gespräch mit dem amerikanischen Konsul, weil sie in die USA ausreisen wollen. Sollte das Gespräch nicht zustandekommen, haben die Männer damit gedroht, von dem dreißig Meter hohen Schornstein herunterzuspringen. Rettungsfahrzeuge sind nach Angaben von Augenzeugen im Einsatz.

Einer der Männer, über deren Identität noch nichts bekannt ist, befand sich in Untersuchungshaft, während die beiden anderen wegen Verstößen gegen das Asylverfahrensgesetz zu kurzzeitigen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren.

Die niedersächsische Landesregierung hatte erst kürzlich einen Anbau an das Uelzener Vollzugsgebäude beschlossen. Darin sollen dreißig Plätze ausschließlich für Abschiebehäftlinge geschaffen werden. dpa

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen