: Rudern wie die Wikinger
Tragische Petzmeldung mit Eisbär auf Spitzbergen
„Endlich wieder eine Bärenmeldung!“, hallte es gestern kurz vor Redaktionsschluss durch die endlos weiten Hallen des Wahrheit-Kontors. Allerdings versiegte die Freude auch ganz schnell wieder, war der Inhalt der Meldung doch arg tragisch: „Eisbär auf Spitzbergen erschossen“, meldete die Animalagentur dpa am Donnerstag. Der weiße Petz habe auf der norwegischen Inselgruppe versucht, in die Hütte einer Reisegruppe zu gelangen. Das bezahlte der Polarbär mit dem Leben. Erschütternd. Denn uns alten Bärenverstehern war sofort klar, was passiert sein musste. Die Katastrophe beruhte auf einem kommunikativen Missverständnis. Der Eisbär wollte den Norwegern nämlich nur mitteilen, dass er ein großer Fan des norwegischen Teams bei der Fußball-WM in Amerika sei. Gerade der bärenähnliche Stürmer Erling Haaland habe es ihm sehr angetan. Ähnlich wie er selbst nach Robben, jage dieser Haaland nach Toren, so die Gedanken des Eisbären. Und überhaupt wollte er einmal im Leben wie die norwegischen Fans im Stadion auf Wikingerart mitrudern. Allein deshalb habe er die Nähe zu den Reisenden in der Hütte gesucht. Rudern wie die Wikinger – für einen Eisbären gibt es nichts Schöneres. Und nun ist er leider tot. Hvil i fred, is-bjœrn. Ruhe in Frieden, Eisbär.
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