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Route vom Richter

■ 2.500 Menschen auf Antifa-Demo

Mehr als 2.500 Menschen nahmen gestern nachmittag an einer antifaschistischen Demonstration in Prenzlauer Berg teil. Mit der Aktion, zu der ein Bündnis von mehr als 20 antifaschistischen Gruppen aufgerufen hatte, sollte an den 62. Jahrestag der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten erinnert und gleichzeitig auf die Aktivitäten der neonazistischen FAP im Stadtteil aufmerksam gemacht werden.

Ursprünglich sollte der Aufzug an der Wohnung des FAP-Landesvorsitzenden, Lars Burmeister, in der Grellstraße vorbeiziehen. Das wurde aber gestern vom Oberverwaltungsgericht nach einigem Hin und Her endgültig untersagt. Daraufhin zogen die DemonstrantInnen vom Ernst-Thälmann-Denkmal über das Bötzowviertel zum Wasserturm an der Rykestraße/ Knaackstraße, wo sich in den Jahren 1933 und 1934 ein provisorisches Konzentrationslager der SA befunden hatte. Dort wurde in einer Schweigeminute der Opfer des faschistischen Terrors gedacht und ein Kranz niedergelegt. Alte Antifaschisten, unter ihnen PDS-Bundestagsabgeordneter und Schriftsteller Stefan Heym, machten in Reden deutlich, daß die politische Lage 1933 der heutigen „recht ähnlich“ sei und riefen zu „Wachsamkeit gegenüber allen neofaschistischen Tendenzen“ auf. Matthias Bernt

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