piwik no script img

Rotsignal für Bahnreform

■ Bundesrat fordert Änderungen und eine Beteiligung an Mineralölsteuer

Bonn (AFP/dpa) – Die Länder wollen der geplanten Bahnreform nur zustimmen, wenn an den Gesetzentwürfen noch umfangreiche Änderungen vorgenommen werden. Der hessische Ministerpräsident Hans Eichel (SPD) unterstrich, in der vorliegenden Form sei die Bahnreform nicht zustimmungsfähig. Die Länder verlangen vor allem einen vollen Ausgleich der Kosten, die ihnen durch die Regionalisierung des Personennahverkehrs entstehen. Von den geschätzen Kosten in Höhe von 14 Milliarden Mark will die Bundesregierung ihnen bislang jedoch nur 6,8 Milliarden zugestehen. Um den Finanzbedarf zu decken, fordern die Länder einen Anteil von 25 Prozent an der Mineralölsteuer (1992: rund 55 Milliarden Mark). Außerdem soll der Bund über 1995 hinaus jährlich 6,3 Milliarden Mark nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz bereitstellen. Die Grundkonzeption für die Strukturreform, der zufolge Bundesbahn und Reichsbahn von 1994 an in privatrechtliche Unternehmen umgewandelt und entschuldet werden sollen, fand jedoch volle Zustimmung.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen