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„Rotlackierter Faschist“

■ CDU-Wruck gegen AL-Köppl / Nachspiel im Parlament

Gewöhnlich wird es bei den Diskussionen des Abgeordnetenhauses langweilig, wenn erst mal die Fernsehkameras abgeschaltet sind. Nicht so vor vierzehn Tagen. Da wurde der AL-Abgeordnete Bernd Köppl bei seiner Rede zu später Stunde rüde unterbrochen. Nachdem er dem alten Senat vorgeworfen hatte, eine „kriminelle Vereinigung“ gewesen zu sein, betitelte ihn Ekkehard Wruck, CDU -Abgeordneter und dem Reformflügel der Partei zuzuordnen, als „rotlackierten Faschisten“. Präsident Wohlrabe sah keinen Grund einzugreifen. Als ihn die Fraktionsvorsitzende der AL, Bischoff-Pflanz aufforderte, die Bemerkung zu rügen, gab er an, sie nicht gehört zu haben. Soweit die Geschichte. Jetzt das Nachspiel. Dem CDUler war die Sache wohl am Ende doch unangenehm, und so verlangte er, daß sein beleidigender Zwischenruf nicht im schriftlichen Protokoll der Sitzung auftauchen solle. Doch das wollte Köppl nicht zulassen. Und so steht das Zitat jetzt schwarz auf weiß. Der AL -Abgeordnete will nun zu Beginn der heutigen Sitzung eine persönliche Erklärung zum Umgang mit dem Begriff Faschismus abgeben.

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