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Rot-grüne Krise

■ Scharfe Töne in Niedersachsens Koalition

Während der Sommerreise von Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) seien „Umweltthemen der Reihe nach hinten runter gefallen“, erklärte die Fraktionschefin der Grünen, Thea Dückert. Sie warf der SPD außerdem vor, „die Streitaxt gegen die Grünen ausgegraben“ zu haben. Vor allem in der Umweltpolitk versuche sich die SPD zu Lasten ihres Bündnispartners abzugrenzen. Der umweltpolitische Sprecher der SPD, Wolfgang Jüttner, hatte am Wochenende eine „härtere Gangart gegen die Grünen“ und die Ablösung des Grünen-Staatssekretärs Jan Henrik Horn im Umweltministerium nach der Landtagswahl 1994 angekündigt. Die Grünen bestehen darauf, spätestens im November die Novelle des Naturschutzgesetzes zu verabschieden. Unter das darin enthaltene Verbandsklagerecht soll auch die Mercedes-Teststrecke (Papenburg) und die geplante Gasleitung Europipe durch das Wattenmeer fallen. Jüttner hatte dies abgelehnt. Der Grünen-Abgeordnete Pico Jordan meinte, die SPD sei wegen ungünstiger Umfrage-Ergebnisse nervös geworden. dpa

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