: Roncalli-Davids Solo
■ Clownprogramm ohne verträumten Nostalgie-Zirkus
Davids Solos sind selten, heißt es. Und von seltener Faszination. David nämlich ist Komiker der alten Schule: kleine Kammerspiele von scheinbarer Schlichheit, in denen Mitmensch fein beobachtet und, wenn er unvorsichtig im Publikum hockt, zur allgemeinen Freude des nochmal davongekommenen Rest-Auditoriums ins Programm gezerrt wird.
Ex-Roncalli-Lach-Bonbon David jedenfalls tourt allein, fröhlich und körperkunstvoll schlacksig durch bundesdeutsche Kleinkunsthallen, was ihn Sonntag, zu fabelhafter Kinderstundezeit (15 Uhr) in Bremens Schauburg verschlägt. Da wird dann gesteppt wie Fred Astaire, geslapstickt wie Charly Chaplin und getolpatsch wie Jerry Lewis. Wer's mag, leiht sich vom Nachbarn das Kind und geht hin.
pH
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen