■ Roma: Gegen Abschiebung
Bonn (dpa) – Verschiedene Flüchtlingsorganisationen haben aus Anlaß des Jahrestages der Reichspogromnacht gegen die geplante Abschiebung von Roma nach Rumänien protestiert. Die deutsch-französische Antifaschistin Beate Klarsfeld rief alle Juden zur Solidarität mit den Sinti und Roma auf, die während der Nazizeit das gleiche Schicksal wie sie erlitten hätten. „Die Deutschen haben nicht das Recht, ein Volk, über das sie soviel Leid gebracht haben, erneut abzuschieben“, sagte sie. Das deutsch-rumänische Rückführungsabkommen sei die Fortsetzung alter deutscher „Zigeunerpolitik“, sagte Karin Reemtsma von der Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie forderte ebenso wie die Roma-Sprecherin Fatima Hartmann und die Grünen-Europaabgeordnete Claudia Roth ein Bleiberecht für Sinti und Roma in Deutschland und den anderen EG- Staaten. Sie bezeichneten den deutsch-rumnänischen Vertrag als „Deportationsabkommen“.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen