■ Roma: Gegen Abschiebung
Bonn (dpa) – Verschiedene Flüchtlingsorganisationen haben aus Anlaß des Jahrestages der Reichspogromnacht gegen die geplante Abschiebung von Roma nach Rumänien protestiert. Die deutsch-französische Antifaschistin Beate Klarsfeld rief alle Juden zur Solidarität mit den Sinti und Roma auf, die während der Nazizeit das gleiche Schicksal wie sie erlitten hätten. „Die Deutschen haben nicht das Recht, ein Volk, über das sie soviel Leid gebracht haben, erneut abzuschieben“, sagte sie. Das deutsch-rumänische Rückführungsabkommen sei die Fortsetzung alter deutscher „Zigeunerpolitik“, sagte Karin Reemtsma von der Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie forderte ebenso wie die Roma-Sprecherin Fatima Hartmann und die Grünen-Europaabgeordnete Claudia Roth ein Bleiberecht für Sinti und Roma in Deutschland und den anderen EG- Staaten. Sie bezeichneten den deutsch-rumnänischen Vertrag als „Deportationsabkommen“.
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