: Rom und Cinti wollen Sicherheitskonferenz
Roma und Cinti fühlen sich von der Hamburger Polizei schlecht behandelt. „Die jüngsten Ereignisse werfen ein Fragezeichen auf die Fähigkeit und den Willen der Polizei, uns Schutz zu bieten“, beklagt Rudko Kawczynski, Vorsitzender der Rom & Cinti Union (RCU). In der Nacht auf den 11. März war ein Wohnwagen der mobilen Beratungstelle für das Projekt Roma-Kinderhilfe nach einem Brandanschlag völlig ausgebrannt. Kawczynski zufolge hätte das verhindert werden können, wenn ihn die Polizei rechtzeitig über einen anderen Brandanschlag informiert hätte, der drei Stunden vorher verübt und von der Polizei entdeckt worden war. Dieser und andere Vorfälle veranlassen den RCU-Vorsitzenden zu erklären: „Wir vertrauen der Polizei nicht mehr und werden sie auch nicht mehr zur Hilfe rufen.“ Kawczinsky hat Verbände und Initiativen aufgerufen, sich an einer Sicherheitskonferenz zu beteiligen, um über Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen zu beraten.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen