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Rojin NamerDamaskus, meine Blume

Ich sehe sie

Die rote Stadt

Ich rieche sie

Die duftende Stadt

Ich höre sie

Die geräuschvolle Stadt

Sie schreit nach mir

Jede Sekunde geht Damaskus durch mich

Keine Sekunde kann ich durch sie gehen

Ich fühle sie

Die niedergeschlagene Stadt

Ich küsse sie

Die armselige Stadt

Ich umarme sie

Die rettungslose Stadt

Sie klagt mir ihr Leid

Jede Sekunde geht Damaskus durch mich

Keine Sekunde kann ich durch sie gehen

Ich spüre

Ihre Aussichtslosigkeit

Alle Texte aus dem Flucht-Schwerpunkt der taz und Podcasts zum Thema finden Sie unter taz.de/2015

Die Zerstörung

Den Zusammenbruch

Die Heimatlosigkeit

Den Verlust ihrer Söhne und Töchter

Erstmals erschienen im Band „Sei neben mir und sieh, was mir geschehen ist“ des Verbrecher Verlags in Kooperation mit PEN Berlin und The Poetry Project.

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