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Richtig gutes Essen!

Gerecht, umweltfreundlich und unabhängig produziert: Wie man an solche Lebensmittel kommt, zeigt das Buch „Direkt“

Die Globalisierung beschert uns eine enorme Auswahl an Lebensmitteln aus aller Welt. Meist kennen wir die Landwirte, Produzenten und Hersteller unseres Essens nicht. Stattdessen müssen wir den Produktangaben großer Unternehmen vertrauen. Mehr noch: Supermarktkonzerne und Lebensmittelproduzenten dominieren den milliardenschweren Markt – oft zulasten von uns allen und der Umwelt.

Wie kann die alltägliche Ernährung gerechter, umweltfreundlicher und unabhängiger werden – jenseits der erdrückenden Marktmacht großer Supermarkt- und Lebensmittelkonzerne? Frank Herrmann stellt Netzwerke, Initiativen und Unternehmen vor, die zeigen, wie direkter Handel zwischen Erzeugern und Konsumenten funktioniert: fair, regional, transparent und nachhaltig. Mit konkreten Beispielen, praktischen Ideen und einem klaren Blick in die Zukunft zeigt der Autor, wie wir unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand nehmen können – für mehr Vertrauen, Wertschätzung und Qualität auf unseren Tellern.

Beispiele von Netzwerken, Initiativen und Unternehmen veranschaulichen, wie das funktioniert, wie Menschen sich aktiv an Anbau, Verarbeitung und Vermarktung beteiligen können. Gemeinsamer Kern aller vorgestellten Konzepte sind fair entlohnte, klimafreundlich produzierte Lebensmittel, getragen von langfristigen Vertrauensbeziehungen und einer solidarischen Risikoverteilung. Ergänzend benennt das Buch die zentralen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellschrauben, um die Lebensmittelversorgung nachhaltig zu transformieren.

Frank Hermann: Direkt – Einkaufen (fast) ohne Supermarkt. Brandes & Apsel, 2026. Paperback, 180 Seiten. Preis: 24,90 Euro.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen