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Rhein-Main: Brutale Räumungen

Frankfurt/Rüsselsheim (taz) - Mit brachialer Gewalt hat die Polizei zwei Hausbesetzungen im Rhein-Main-Gebiet beendet. Keine vier Stunden dauerte die Besetzung der „Oppenheimer Landstr. 1“ in Sachsenhausen: Die Polizei brach die Haustüre auf und stürmte das von zwölf Menschen besetzte und seit Jahren leerstehende Haus. Vor dem Haus ging die Polizei massiv und brutal gegen umstehende ZuschauerInnen und Sympathisanten vor. Nach Polizeiangaben wurden fünf Menschen festgenommen, darunter auch die grüne Stadtverordnete Manon Tuckfeld, die per Megaphon gegen die Frankfurter Wohnbaupolitik protestiert hatte. Verwirrung herrscht über die Rechtsgrundlage der Räumung: Die Poizei bleibt dabei, sie sei „auf Strafanzeige des Besitzers“ tätig geworden, die Eigentümerin, die Mezler-Bank, streitet dies ab.

Ebenfalls gestern morgen wurde ein seit dem Wochenende in Rüsselsheim besetzes Haus geräumt. Auch hier gingen Beamte mit Gewalt gegen ZuschauerInnen vor. Mehr als hundert Beamte stürmten das Haus, darunter zahlreiche vermummte Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos.

m.b.

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